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Wissenswertes; Hunavatnssyslur und Skagafjordur



Osten Hunavatnssysla Westen Hunavatnssysla Skagafjordur


Osten Hunavatnssysla
Der Bezirk liegt im Osten der Bucht Húnaflói. Im Westen wird er vom Fluß Gljúfurá begrenzt, im Osten führt die Grenze von Skagatá über den Paß Vatnsskarð bis hin zur Wasserscheide im Süden am Gletscher Hofsjökull.

Die Ringstraße führt quer durch den Bezirk. Die Hochland-route Kjölur führt im Sommer recht bequem nach Südisland.

Þverárfjallsvegur führt nach Skagafjörður, eine andere Strecke rund um die Halbinsel Skagi, wo u.a. die Basaltsäulenformationen Kálfhamarsvík und Króksbjarg liegen, letzere mit vielfältigem Vogelleben.

Am Fjordufer zieht sich ausgedehntes Flachland entlang. Einige Täler führen ins Hinter- land: Das westlichste heißt Vatnsdalur, darauf folgen Svínadalur, Langidalur und schließlich Blöndudalur. Die östlichsten Täler heißen Laxárdalur und Svartárdalur. Im Süden schließen sich ausgedehnte Hochflächen an diese Täler an, die bis zu den Inlandgletschern und ausgezeichneten Angelseen reichen (Auskunft im Fremdenverkehrsamt). Als Lachs-und Forellenflüsse sind Vatnsdalsá, Laxá á Ásum, Blanda und Svartá bekannt.

Die Halbinsel Skagi im Osten der Bucht verfügt über drei Kilometer breites Unterland am Fuße von Skagaheiði. Diese Region ist sehr fruchtbar und zeichnet sich durch blühende, große Höfe aus.

In Reykir treten heiße Quellen aus; auch in Hveravellir im Hochland ist ein recht bedeutendes Thermalgebiet mit vielen Solfataren, wie Bláhver, Öskurhólshver sowie die nach einem Gesetzlosen benannte Eyvindarhver. Der Fluß Blanda wurde gestaut und bildet einen 54 km³ großen Stausee, dessen Wasser 300 m Stromturbinen antreibt.

Die Ortschaften des Bezirkes sind der Fischerort Skagaströnd am Ostufer der Bucht, in letzter Zeit bekannt geworden durch Hallbjörn, den "Cowboy des Nordens", sowie Blönduós am Fjord Húnafjörður, einem umfassenden Dienstleistungs- zentrum der Region.

Der Bezirk weist zahlreiche historische Orte auf. Einer davon ist Þingeyrar mit schönem Rundblick, wo 1133 das erste Kloster Islands gegründet wurde. Die heutige Kirche aus behauenem Stein enthält zahlreiche Kirchenschätze. Bei Þorhallsstaðir im Tal Vatnsdalur rang der Sagaheld Grettir mit dem Gespenst Glámur. In Hof siedelte sich Ingimundur gamli als erster Land- nehmer der Gegend an.

Seine Tochter Þórdís, die erste "Einheimische" von Húnavatnssýsla, erblickte im Hain Þórdísarlundur das Licht der Welt. Bei den Hügeln Vatnsdalshólar, die als unzählbar gelten, fand die 1830 die letzte Exekution Islands statt. Am Stein Gullsteinn auf dem Gelände von Kringla wurde dem ersten Missionar Islands, Þorvaldur víðförli, ein Denkmal errichtet.



Westen Hunavatnssysla (Hunathing vestra)
Westen-Húnavatnssýsla am West-ufer der Bucht Húnaflói wird vom Fluß Hrútafjarðará sowie im Osten vom Fluß Gljúfurá begrenzt.

Die Wasserscheide der Hochlandgebiete Arnarvatnsheiði und Tvídægra bildet die Grenze im Süden Richtung Borgar- fjörður. Der Bezirk ist grasig und dicht besiedelt. Die vielerorts aus- tretenden heißen Quellen werden genutzt.

Die Hochlandgebiete mit vielen, guten Angelseen sind grün. Die Hauptregionen heißen Hrútafjörður, Miðfjörður, Vatns-nes, Vesturhóp und Víðidalur. Hvammstangi mit umfassendem Service ist der größte Ort. Der Bezirk zeichnet sich durch statt- liche Höfe, drei wichtige Lachs- flüsse, die Küstenlinie von Vantsnes, große See, Schluchten und Felsklippen aus.

Einige bedeutende Orte aus alter und neuer Zeit: In Bjarg in Miðfjörður wuchs der Sagaheld und Gesetzlose Grettir auf und hatte seine Zuflucht. Ein Denkmal, dessen Bronzetafeln Szenen der Saga wiedergeben, ist Grettirs Mutter gewidmet. Auf der Halbinsel Vatnsnes liegt Illugastaðir, wo zwei Morde zu einem berüchtigten Verfahren und schließlich 1830 zur letzten Exekution in Island an Agnes Magnúsdóttir und Friðrik Sigurðsson führten. Dort liegen ferner Ruinen einer Schmiede, die dem Ermordeten Natan Ketilsson gehörte. In Víðidals- tunga entstand das bekannte, heute in der Handschrift- ensammlung aufbewahrte Manuskript Flateyjarbók.

Die zahlreichen, interessanten Orte von Vestur-Húnavatnssýsla sind fast ausnahmslos gut zugänglich, wie das Hochtemperaturgebiet Hveraborgir am Fluß Síká auf dem Bergrücken Hrútafjarðarháls, wo ein natürlich-heißes Bad als Wanderziel einlädt.

An vielen Stellen der Halbinsel Vatnsnes können Seehunde beobachtet werden, z.B. in der Bucht Hindisvík und bei Ósar. Das 15 m hohe Wahrzeichen der Gegend, die Intrusion Hvítserkur, steht vor der steil abfallenden Küste bei Ósar. Hvítserkur wirkt wie ein Urtier und dient zahl- reichen Vogelarten als Brutstätte. Der Vulkanring Borgarvirki ist von weither zu sehen. Dieser 15 m hohe Schlot mit historischen Ruinen steigt 177 m auf und bietet einen schönen Rundblick; dort ist eine Windrose. Es heißt, daß das sagenumwobene Borgarvirki ehemals als Fort bei Auseinander-setzungen diente. Kolugljúfur ist eine tiefe Schlucht in Víðidalur mit zwei malerischen Wasserfällen. Im Taleinschnitt Gálgagil, einer alten Hinrichtungsstätte oberhalb des Hofes Jörfi im Bergzug Víðidalsfjöll, soll es kräftig spuken. Eine Kunsthand werksgalerie in Hvammstangi bietet lokales, anspruchsvolles Kunstgewerbe. Die alte Kirche steht oberhalb des Ortes in der Senke Kirkjuhvammur. Sie stammt aus dem Jahr 1882 und wurde nach der Renovierung 1997 wieder geweiht.



Skagafjordur
Die Region Skagafjörður, häufig das Mekka der Reiterei genannt, ist ausgedehnt und wird im Westen von Skagaheiði, der Bergkette Laxárdalsfjöll und der Hochebene Haukagilsheiði begrenzt, im Osten von der Halbinsel Tröllskagi, und im Süden reicht sie bis zum Inlandgletscher Hofsjökull. Vom Paß Vatnsskarð überblickt man den Fjord. Im Süden haben die Gletscherflüsse Eystari- und Vestari-Jökulsá tiefe Schluchten im Schutz hoher und würdevoller Berge wie Mælifellshnjúkur (1138 m) ins Land gegraben.

Im Osten ragt die Bergkette Blönduhlíðarfjöll mit Grasárdalshnjúkur als höchstem Gipfel (1268 m) auf. Daran schließt sich die Bergreihe Óslandshlíðarfjöll an, und dem Fjord steigen Þórðarhöfði, Málmey und Drangey auf. Am Westufer liegen die Berge Staðarfjöll und der Gipfel Tindastól (990 m). Die wichtigsten Ort- schaften in Skagafjörður sind Varmahlíð, Sauðár- krókur und Hofsós.

Überall in Skaga- fjörður wird Geschichte greifbar. Víðimýri, wo eine der schönsten Kirchen Islands aus dem Jahr 1834 steht, war schon in der Sturlungen-Zeit ein wichtiges Anwesen. Weitere, historische Orte liegen im östlichen Fjordteil, wie Flugumýri, Haugs-nes und Örlygsstaðir. Hólar im Tal Hjaltadalur, von 1106-1798 Bischofssitz, spielt in der Kirchen- und Kulturgeschichte Islands eine wichtige Rolle.

Des Sagahelden Grettir Ásmundarsons Weg zur Insel Drangey führte am Anwesen Glaumbær vorbei, und der historische Thingplatz Nordislands, wo Grettir seine Ringkämpfe austrug, liegt nordöstlich auf der Landzunge Hegranes.



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