Der offizielle Travel Guide in Nordwest-Island


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Historische Stätten in Nordwest-Island




Historische Stätten in Skagafjordur.. Historische Stätten in Hunavatnssysla

Bóla
Bólugil
Gröf, the oratory
Drangey
Flugumýri
Glaumbær
Glóðafeykir
Grafarós
Grettislaug
Hauganes
Hegranesþing
Hofsós
Hólar í Hjaltadal
Mannskaðahóll/ Vatn
Malmey
Miklibær
Neðri - Ás í Hjaltadal
Reynistaður
Skatastaðir
Skeljungssteinn
Stóru - Akrar
Tyrfingsstaðir
Vallalaug
Örlygsstaðir





Bóla
Ehemalige Kate in Blönduhlíð. Dort lebte der Dichter Hjálmar Jónsson, genannt Bólu Hjálmar, von 1833-1843. Der Platz ist heute verlassen. Ein Denkmal in einem kleinen Hain erinnert an den bei der Obrikgkeit umstrittenen und beim Volke beliebten Dichter.



Bólugil
Oberhalb des Geländes von Bola liegt die Schlucht Bólugil mit malerischen Felsen. Die Legende berichtet von der Trollfrau Bóla, nach der die Schlucht benannt ist. Sie war sowohl bösartig als auch ungebärdig. Sie wohnte in einer Höhle in der Schlucht und bestahl die umliegenden Bauernhöfe. Schließlich gelang es einem Schafhirten, sie zu überwältigen und in einer Untiefe des Flusses Bóluá zu ertränken. In der Schlucht liegen zahlreiche, hübsche Wasserfälle, die gut von der Oberkante des Felseinschnitts zu sehen sind.

The Oratory at Gröf
Islands ältestes Gotteshaus aus dem späten 17. Jh. mit älteren Teilen. Die heutige Kirche verlor 1765 ihre Funktion als Gotteshaus und wurde 1953 nach umfangreicher Renovierung unter Leitung des Nationalmuseums, in dessen Besitz sie sich heute befindet, wieder geweiht. Es gilt als gesichert, daß der bekannteste isländische Schnitzmeister des 17. Jahrhunderts, Guðmundur Guðmundsson von Bjarnastaðahlíð, die Kirche erbaut und mit schmückenden Elementen im Barockstil versehen hat. Barockschmuck ist in Island außerordentlich selten; hier ist er u.a. deutlich am Altar zu sehen. Frau Ragnheiður Jónsdóttir, deren Konterfei heute die 5.000-Kronen-Note ziert, und ihr Mann, der Bischof Gísli Þorláksson, gaben diese Arbeiten in Auftrag. Zu jener Zeit war Gröf Wohnort bischöflicher Witwen. Das Gotteshaus von Gröf ist eine der kleinsten Kirchen und zugleich Zeugnis der Armut früherer Gemeindekirchen, aber auch der Kunstfertigkeit damaliger Handwerker. Sie steht nicht weit südlich von Hofsós.

Drangey
Die Insel Drangey, ein ca. 200 m hoher und schroffer Tuff-Felsen, liegt ungefähr in der Mitte des Fjordes Skagafjörður. Die von unzähligen Seevögeln bevölkerte Insel ist nur an einer Stelle besteigbar, die Uppgangur, Aufstieg, heißt. Jahrhundertelang dienten die Vögel der Klippen und ihre Eier als willkommene Nahrungsquelle der Leute im Skagafjörður, so daß sie den Beinamen "Milchkuh" erhielt. Die Gesetzlosen Grettir und sein Bruder Illugi lebten drei Jahre, von 1028 bis 1031, auf der Insel, wie die Saga von Grettir dem Starken berichtet. Von dort soll der Held ans Festland geschwommen sein, um Feuer zu holen. Viele andere Legenden ranken sich um diesen Ort, der per Bootsfahrt besucht werden kann.

Flugumýri
Historisches Gut in Blönduhlíð, bekannt aus der Sagazeit. Dort lebten Häuptlinge während der Sturlungur-Epoche, ebenso Gizur Þorvaldsson, der einzige isländische Herzog. Im Oktober 1253 versuchten seine Widersacher, ihn und seine Familie, die zur Hochzeitsfeier von Gizurs Sohn versammelt war, durch Brandstiftung umzubringen. Gizur jedoch konnte sich durch einen Sprung in die Skyrtonne (in Molke eingelagerter Quark) retten, während die anderen ihr Leben in den Flammen ließen.

Glaumbær
Gehöft im traditionellen Stil nördlich von Varmahlíð unter der Verwaltung des Regionalmuseums Skagafjörður. Die Gebäude, die Ausstellungen zum Leben aus der Grassodenhaus-Epoche beherbergen, stammen aus verschiedenen Zeiten und geben einen guten Einblick in das Leben reicher Bauern früherer Jahre. Auf dem Gelände steht außerdem Áshús, ein typisches Holzhaus, das vom Hof Ás in Hegranes stammt. Es wurde 1883 - 1886 als Mädchenschule errichtet. Es beherbergt heute den Empfang und das Café des Museums. Zu seiner Zeit zählte das Gebäude zu den größeren Holzhäusern der Region Skagafjörður und gilt in jeder Hinsicht als bemerkenswertes Exemplar. Im 11. Jahrhunderte lebte Snorri Þorfinnsson in Glaumbær. Als Sohn von Þorfinnur Karlsefni und Guðríður Þorbjarnardóttir gilt er als erster Europäer, der auf dem amerikansichen Kontinent geboren wurde. Aller Wahrscheinlichkeit ist er in Glaumbær zur letzten Ruhe gebettet worden. - Tel.-Nr. des Museums Glaumbær: 453 6173

Glóðafeykir
Steiler Berg mit der Form isländischer Grassodenhäuser oberhalb von Flugumýri, 990 m hoch. Nach der Hinrichtung des Bischofs Jón Arason im Jahre 1515 kreuzten dänische Militärschiffe im Fjord Eyjafjörður auf. Die Konkubine des Bischofs, Helga Sigurðardóttir, verband diesen Auftritt mit einer großen Gefahr für Leib und Leben und flüchtete in die Abhänge von Glóðafeykir, wo sie im Zelt lebte und von Nahestehenden mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Gegenständen versorgt wurde.

Grafarós
Handelsort von 1835 - 1915, heute verlassen. Dort nahm der dänische Kaufmann C. M. Nisson den Handel auf, nachdem er durch die übermächtige Konkurrenz von Hofsós vertrieben worden war. Erst 1861 - 1868 kamen mit den britischen Kaufleuten Henderson neue und mildere Handelssitten nach Grafarós, und die Menschen im Skagafjörður lobten Gott, daß er ihnen Henderson geschickt hatte. Zahlreiche Ruinen der Handels-, Wohn- und Außengebäude zeugen von dieser Zeit.

Grettislaug
Unmittelbar beim verlassenen Hof Reykir liegt jene Stelle, an der der Gesetzlose Grettir Ásmundsson Fuß faßte, als er von der Insel Drangey zum Festland schwamm, um Feuer zu holen. Es heißt in der Saga, daß Grettir sich dort in einem warmen Becken aufgewärmt hätte. Dieses Becken wurde rekonstruiert, so daß man sich heute genau wie Grettir damals nahe bei den Atlantikwellen baden kann. In Reykir findet sich ferner eine restaurierte Fischerunterkunft, die von dem Fischzügen früherer Jahrhunderte zeugt.



Haugsnes
Schmale, längliche Halbinsel unmittelbar südlich von Flugumýri. Im April 1246 fand dort die verlustreichste Schlacht isländischer Geschichte statt, die 110 Menschenleben forderte und auf Sippenrivalitäten um die Vorherrschaft im Lande zurückzuführen ist. Nach der Auseinandersetzung wurde an der Stelle ein großes Kreuz errichtet, das vermutlich bis zum 16. Jh. überdauerte.



Hegranesþing
Am östlichen Ansatz der Halbinsel Hegranes liegt der historische Thingplatz von Skagafjörður, der von 930 - 1262, als Island seine Unabhängigkeit verlor, benutzt wurde. Danach traten hier lokale Thingversammlungen zusammen, von denen einige bescheidene Grundmauern noch zeugen. Von der Blütezeit des Ortes zeugen jedoch viele Berichte der Isländersagas und anderer Quellen. Am bekanntesten sind Berichte aus dem Jahr 1305, als dort der Gesandte des norwegischen Königs bei der Verkündung neuer Bestimmungen auf harten Widerstand stieß, sowie aus der Saga von Grettir dem Starken. Grettir kam von der Insel Drangey, wohin er sich als Gesetzloser zurückgezogen hatte, und kämpfte im isländischen Ringkampf Glíma. Weil er incognito als "Gestur" (= Gast) dort auftrat, versprachen ihm die Versammelten unbehelligten Abzug, ohne ihn zu erkennen. So kam er unbeschadet nach Drangey zurück.

Hofsós
Einer der ältesten Handelsorte Islands. Im Ortskern stehen zahlreiche historische Gebäude, die das Gesamtbild prägen. Das älteste, erhaltene Holzhaus Islands ist das schwarze Blockhaus aus der Zeit des dänischen Handelsmonopols, genauer von 1777. Es wurde restauriert und dient heute einer Ausstellung mit dem Thema Drangey. Im ehemaligen Genossenschaftsladen am Strand befindet sich heute das Isländische Emigrationszentrum, das die Geschichte und Schicksale jener Isländer dokumentiert, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Amerika und Kanada auswanderten. Weitere Gebäude dienen dem gleichen Zweck und passen gut zum Ortsbild. In der Bucht Staðarbjargavík unmittelbar unterhalb von Hofsós stehen eigenwilige Basaltsäulen-Formationen.

Hólar í Hjaltadal
Eines der beiden isländischen Biskupate, einer der wichtigsten Orte isländischer Geschichte. Das Biskupat wurde 1106 gegründet und war sieben Jahrhunderte aktiv. Erster Bischorf war Jón Ögmundsson. Zur Gründungszeit war Hólar die eigentliche Hauptstadt Nordisland. Der Stuhl wurde 1801 niedergelegt und 1985 als Weihbischofssitz wieder erweckt. Die bekanntesten Kirchenfürsten von Hólar sind ohne Zweifel Jón Arason als letzter katholischer Bischof sowie Guðbrandur Þorláksson, der die erste Bibel in der Landessprache drucken ließ. Jón Arason dagegen ließ die erste Druckerei nach Island bringen. Die heutige Kirche ist der fünfte Dom, der an dieser Stelle errichtet wurde, und stammt aus dem Jahr 1763, errichtet aus rotem Sandstein vom Berg Hólabyrða, der über dem Ort thront. Keine Steinkirche in Island ist älter; das heutige Erscheinungsbild entspricht ziemlich genau ihrem ursprünglichen Aussehen. Das Gebäude selbst und die Kirchenschätze sind außerordentlich interessant. Im Sommer finden täglich Führungen zwischen 9 und 18 Uhr statt. Die Schule von Hólar wurde 1882 wiederbelebt, zunächst als Agrarschule, um der Auswanderungswelle im 19. Jh. entgegenzuwirken. Heute werden dort Reiterei und Pferdehaltung, Fischzucht (Ichthyologie) sowie Tourismus auf Hochschulniveau unterrichtet; angeschlossen ist ein Forschungsinstitut. Von Mai bis Ende August dient der Ort Hólar dem Fremdenverkehr mit Unterkunft, Restaurant und diversen Erlebnismöglichkeiten. Ausführliche Informationen zum "Geschichtspfad" erhältlich. Tel. 453 6333, 453 6300


Mannskaðahóll/ Lake
The mound of Mannskaðahóll/ Vatn lies at the southern end of Höfðavatn and there a large battle was held in 1431. It is said that 80 Englishmen fell and were buried in two mounds alongside the road, which are called Ræningjadysjar. Later it came to light that these were natural mounds over which rocks had been thrown because people believed that they were burial cairns. The bones, which are now believed to be from the actual cairn, were found south of the Höfðaá river


Málmey
Hügel am Südrand des Sees Höfðavatn, Schauplatz einer bewaffneten Auseinandersetzung im Jahr 1431, bei der rund 80 Engländer fielen und dort in zwei Hügeln beigesetzt worden sein sollen, die Ræningjadysjar (=Räubergräber) heißen. Es stellte sich jedoch heraus, daß die Hügel eine natürliche Erklärung haben und die Steinhügel dort aus dem Aberglauben, daß es sich um Gräber handele, angehäuft wurden. Gebeine, die vermutlich aus den eigentlichen Gräbern stammen, wurden weiter südlich am Fluß Höfðaá gefunden.


Miklibær
Pfarrsitz in í Blönduhlíð, in erster Linie durch die Liebes- und Geistergeschichte der Miklabæjar - Sólveig und des Pfarrers Oddur Gíslason bekannt, der auf rätselhafte Weise spurlos verschwand, was Gespenstern angekreidet wurde.


Neðri - Ás í Hjaltadal
Bedeutende Bodenfunde, die vermutlich auf die älteste Kirche Islands verweisen, erbaut im Jahr 984. So jedenfalls geht aus historischen Berichten hervor, daß in Neðri-Ás eine Kirche 16 Jahre vor der Anerkennung des Christentums in Island (im Jahr 1000) errichtet wurde. Die Stelle, an der die Kirche stand, war immer im Bewußtsein; ein alter Schafstall, der dort stand, wurde z.B. Gotteshaus genannt. Im Friedhof wurden Gräber mit erhaltenen Gebeinen aus historischer Zeit gefunden. Ferner heißt es, daß zwischen dem Schafstall und der Kirche ein weiteres Gebäude gestanden haben soll, eine Art Schmiede, weil das Holz der Kirche teilweise verkohlt ist, wodurch es sich besser erhalten hat.


Reynistaður
Gehöft und alter Häuptlingssitz. In den Jahren 1295 - 1552 stand dort ein Kloster. Der bekannteste Häuptling von Reynisstaður ist wahrscheinlich Gizur Þorvaldsson, der seine Jahre als Herzog 1261 - 1268 dort verbrachte. Im Jahr 1780 zogen die Brüder Einar und Bjarni Von Reynisstaður zum Schafkauf nach Süden. Auf dem Rückweg gerieten sie mit ihrer Herde in einen Schneesturm und kamen mit ihren Schafen, den Pferden und den Hunden auf dramatische Weise um. Dieses Ereignis führte dazu, daß die Hochlandstrecke Kjölur, die sie eingeschlagen hatten, lange danach als verhext galt.


Skatastaðir
In Skatastaðir im Tal Austurdalur, am Westufer des Flusses Jökulsá gelegen, gibt es eine Treidelfähre, die einzige der Region Skagafjörður. Hier können Neugierige erleben, wie es ist, mit einer kleinen Fähre über einen reißenden Gletscherfluß zu setzen.


Skeljungssteinn
Skeljungssteinn ist der Name eines sagenumwobenen Steines am gleichnamigen Kap, das sich unmittelbar am Anfang des Tales Norðurárdalur in den Fluß Norðurá schiebt. Der Stein spielt in einer Volkssage eine wichtige Rolle: Der Schafhirt Skeljungur verwandelte sich nach seinem Tod in ein schreckliches Gespenst, das jedoch durch den Bauernsohn von Silfrastaðir, Grímur Skeljungsbani (= Skeljungstöter) zu Fall gebracht werden konnte. Grímur bohrte zwei Löcher durch den Stein und band das Gespenst daran fest, während er zum Haus zurückging, um Feuer zu holen. In der Zwischenzeit machte sich der Geist mit dem Stein davon, stieg den Hang hinauf, stellte sich aber so ungeschickt an, daß Grímur ihn auf dem Kap erwischen konnte und zu Asche verbrennen ließ.


Stóru - Akrar
In Stóru-Akrar liegen Grundmauern eines Hofes, das Skúli Magnússon, der später als Vater des neuzeitlichen Reykjavík bekannt wurde, dort um die Mitte des 18. Jh. errichten ließ. Von 1711 - 34.


Tyrfingsstaðir
Der Hof Tyrfingsstaðir liegt nördlich der Schlucht Merkigil an der Straße Kjálkavegur (Abzweig von der Nationalstraße 1 beim Tal Norðurárdalur). Es handelt sich um einen fast vollständig erhaltenen Grassodenhof mit Nebengebäuden, der einen guten Eindruck von der Streubauweise früherer Jahrhunderte gibt. Der Hof liegt in malerischer Umgebung - ein Besuch ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Bis zum Jahr 1969 war der Hof bewirtschaftet und bewohnt.


Vallalaug
Gelände östlich des Hofes Ytri-Vallholt. Der historische Thingplatz an dieser Stelle wird in vielen Quellen genannt. Im Sturlunger-Zeitalter trafen sich dort zwei Häuptlinge vor dem Kampf von Örlygsstaðir. Damals floß Héraðsvötn weiter westlich bei Skiphóll und Vallholtshóll. Zuletzt soll der Bezirksamtmann Skúli Magnússon dort Versammlungen gehalten haben.


Örlygsstaðir
An diesem historischen Ort in Blönduhlíð stand nie ein Hof. Dort fand im August 1238 die umfangreichste Schlacht isländischer Geschichte statt, als sich die drei mächtigsten Sippen um die Vormacht stritten. Die Sippe der Leute aus dem Haukadalur (in Südisland) trug den Sieg davon. Von den rund 3.000 Kämpen ließen 60 ihr Leben. Noch immer sind Grundmauern zu sehen, hinter denen sich eine der Mannschaften verschanzt hielt. Im Jahr 1988 wurde ein Denkmal an dieses historische Ereignis errichtet, auf das ein Schild mit umfangreichen Informationen an der Ringstraße hinweist.

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